22 Dez 2017
Dezember 22, 2017

1. Damen unterliegen Potsdam mit 1:3

Es war das umkämpfte Spiel, das nach der Tabellensituation erwartet werden durfte. Die Achten empfingen die Siebten, und beide Teams ersehnten sich die Punkte um sich vor der Winterpause ein wenig weiter vom Tabellenende abzusetzen.

Das Spiel im ersten und im zweiten Akt wurde auf Augenhöhe geführt, wobei die Büttels im ersten Satz das bessere Ende für sich hatten, und nach starker Leistung nach 26 Minuten den Deckel auf den Satz machten. Umgekehrtes Spiel im zweiten Durchgang. Dieses Mal waren die Gäste ein wenig glücklicher und konnten ebenso knapp für den Satzausgleich sorgen.

Danach war die Zweitvertretung des SCP im Flow, wie man so schön sagt. Was die Büttel auch anboten, die Gäste hatten meist die bessere Antwort. Die mageren 13 Ballpunkte lassen vermuten, dass die Gastgeberinnen im dritten Durchgang tatsächlich nur ‚Magerkost‘ anboten, doch dem war nicht so. Potsdam war in dieser Phase einfach bärenstark.

Während in den vergangenen Partien nach so einem Satz die Köpfe runtergingen, blieb die Haltung an diesem Spieltag aufrecht. Jetzt erst Recht hieß die Devise für den vierten Aufzug. Dumm nur, dass die Potsdamerinnen gar nicht daran dachten nachzulassen. Was tun? Gegenhalten, aber richtig. Es entwickelte sich ein leidenschaftlicher Kampf, der die Brandenburgerinnen lange in Front sah. Dreimal glichen die Büttel aus, um dann prompt den folgenden Aufschlag ins Aus zu schicken. Beim vierten Mal hat es dann besser geklappt und bei 24:22 roch es bereits nach Tie-Break. Doch denkste. Der SCP glich aus, und was dann folgte war an Dramatik kaum zu überbieten. Eine lange Rallye jagte die nächste und die Führung wogte hin und her. Mal Matchball für die Gäste, mal ein weiterer Satzball für die Gastgeberinnen. Am Ende setzte MVP Emilia Weske den vierten Matchball der Potsdamerinnen mit einem wuchtigen Diagonalball ins Feld der Büttels, und ließ die Hoffnung auf wenigstens einen kleinen Punktgewinn zum Jahresabschluss platzen. Freud und Leid lagen in diesem Moment nah beieinander, lediglich getrennt durch ein Netz.

Was bleibt ist eine starke Leistung, auf der es aufzubauen gilt. Am besten schon im ‚Berliner Januar‘.

Eimsbütteler TV – SC Potsdam II 1:3 (-21, 22, 13, 30)

MVP ETV: Sandra Schneider
MVP SCALa: Emilie Weske

Für den ETV am Ball: Hannah Reich, Katharina Hinrichs, Hanna Mörke, Svea Frobel, Stefanie Dinnies, Nina Deepen, Sandra Schneider, Mie Dickau, Karlotta Fuchs, Anna Jungjohann, Constanze von Meyenn und Katharina Sarwari